• Quo vadis, EU-Gelder?

    Finden Sie die Fehler mit dieser Karte (es sind eine Menge....) und vergessen Sie nicht, dass es sich nicht um die schlampige Arbeit eines Erstsemesters handelt, sondern um die Publikation einer von EU-Geldern finanzierten Institution, die von mehreren Professoren geleitet wird...

    Fehlerkarte

  • Ich möchte einen Hund

    Nein, ICH möchte keinen Hund, zumindest nicht hier in Korea. Aber eine Studentin von mir möchte anscheinend einen Hund. Zum Üben des Imperativs gab es eine kleine Übung, bei der meine lieben Studenten Karten ziehen und darauf den Text vorlesen. Das kann sein: "Ich habe Hunger!", "Mir ist langweilig!", "Mein Bauch tut weh!" und die anderen Studenten antworten dann mit netten Tipps im Imperativ und dem Wörtchen "doch", um das ganze etwas netter zu gestalten, also z.B. "Geh doch zu McDonalds!", "Iss doch etwas!" oder "Lies doch ein Buch!".

    Bei der Karte "Ich möchte einen Hund!" kam dann aber der Tipp: "Geh doch ins Hunderestaurant! Hund ist lecker!"

    Nein, mir war das zu blöd da jetzt auf den feinen Unterschied zwischen "Ich möchte Hund!" und "Ich möchte EINEN Hund!" hinzuweisen :)

  • Winter in Busan

    Mein zweiter Winter in Busan bricht heran. Heute hatten wir 5 mm Schnee, was für Busan schon recht viel ist. Seit zwei Wochen trage ich wieder Winterklamotten, was soweit ich das mitbekommen habe, ca. drei bis vier Wochen nach Deutschland ist. Ich habe mittlerweile beschlossen, noch ein paar weitere Monate in diesem seltsamen Land dranzuhängen und werde erst Mitte 2010 wieder in Europa anzutreffen sein. Wenn es mit Flügen und so weiter klappt, dann komme ich aber evtl. diesen Dezember für zwei Wochen zurück ins schöne Bayern (das mittlerweile nicht mehr alleine von der C-Partei regiert wird, hihi...).

    Bis dahin werde ich versuche wieder etwas aktiver zu schreiben. Diese kleine Fingerübung war eigentlich immer ganz gut, bis sie in Thailand etwas eingeschlafen ist :(

  • Zurück in Bangkok

    Back in Bangkok
    Bin seit zwei Tagen wieder in Bangkok, meiner zweiten Wahlheimat, und die Stadt hat sich in fünf Jahren dramatisch verändert – viele neue Gebäude überall, neue Restaurants und andere Dinge sind nicht mehr so, wie ich sie in Erinnerung habe.

    Dafür genieße ich aber andere Dinge, wie zum Beispiel das reichhaltige Kinoprogramm, das hier nicht zu 70% aus koreanischen Eigenproduktionen besteht (und die auch nicht untertitel werden) und dass es hier Buchläden gibt, die mehrere hundert Quadratmeter Verkaufsfläche mit englischsprachigen Büchern verkaufen.

    Zum Kino noch ein Tipp: Inglorious Basterds unbedingt ansehen und dann auf keinen Fall in die deutsche Version gehen! Der Film lebt von den verschiedenen Sprachen, die die Protagonisten verwenden und die deutsche Eigenart, alle Sprachen einfach zu übersetzen, macht hier alles kaputt. Dann ist am Ende nicht nur Hitler kaputt, sondern auch der neue Tarantino.

  • Isch habe jewählt!

    Gestern kamen meine Wahlunterlagen zur Briefwahl an und so konnte ich kurzerhand die Blowfish Bar am Strand zu meiner eigenen Wahlkabine umformen. Meine Kreuze sind gemacht, jetzt muss ich die Unterlagen nur noch absenden.

    Für alle, die es noch nicht kennen, möchte ich hier den Link (für den ich keine Verantwortung übernehme) zum Wahl-o-maten posten. Da kann man sich zu verschiedenen politischen Thesen äußern und bekommt dann die Partei ausgespuckt, die (auf dem Papier) der eigenen Position am nächsten kommt.

    Ganz witzig und nach gesteigerter Gewichtung von Themen, die mir besonders wichtig sind, kam bei mir die Partei raus, die ich ohnehin wählen wollte. So weit keine Überraschung, aber ein witziges Ergebnis kam bei mir am anderen Ende der Skala raus.

    Zwar komme ich aus dem schönen Bayern, aber mit der C-Partei habe ich es ja nicht so. Wie wenig die Schwarzen und ich aber auf einer Linie liegen, hat mich dann doch überrascht. Im Test kamen folgende Parteien meiner Meinung näher als die CDU: Piratenpartei, Grüne, SPD, FDP, Linke, NPD (!), Republikaner (!), Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands (!), die Partei der bibeltreuen Christen (!) und die DKP (!).

    Dass Grüne, SPD, FDP und Linke mir allesamt eher liegen als die C-Parteien war mir schon vorher klar, dass aber auch alle anderen Parteien links und (!) rechts auf der Skala immer noch mehr zu mir passen als die Partei, die "näher am Menschen" ist, war dann doch irgendwo verwunderlich. Schließlich wird auch oft behauptet, dass SPD und CDU eigentlich soooo weit nicht auseinanderliegen.

    Kurz dachte ich drüber nach, ob a) der Wahl-o-mat spinnt, b) ich spinne oder c) die CDU einfach ein mit mir unvereinbares Wahlprogramm hat. Ein kurzen Check bei den Positionen der Schwarzen später war ich mir dann relativ sicher, dass es Antwort c) sein muss.

  • Zur Wahl

    Ich habe letztens mit meiner Freundin die Wahlergebnisse betrachtet und ihr dann ein wenig die deutsche Parteienlandschaft erklärt:

    Moi: Well, we have five major parties in Germany now. Unlike America, where there is only two parties.
    Ana: I am from Russia. I am happy if there is more than ONE party.

    Öhm ja.... :)

  • I, Rockstar

    Mit dem hohen Alter (von bald 29!) wird man immer weiser, bescheidener und gelassener - und es ist sehr gut, sich selbst in Perspektive zu sehen, um diesen Zugewinn an Weisheit, Bescheidenheit und Gelassenheit zu sehen! ;-)

    Langer Schwachsinn, kurze Würze:

    Ich war letzten Freitag an einer reinen Mädchenschule, um dort eine schriftliche Prüfung des Goethe Instituts Korea durchzuführen und danach die mündlichen Prüfungen zusammen mit einem Kollegen abzunehmen. Das klingt jetzt wenig nach Rock'n'Roll, aber das Durchschreiten der Mensa zur Mittagszeit hatte Elemente vom Rockstar-Dasein: Anschwillen des Lärms um einen herum, viele gedrehte Köpfe, vereinzeltes Gekreische und verschüchterte Mädchenblicke!

    Vor 12 Jahren hätte ich noch meine Seele dafür erkauft, damit mir das an MEINER Schule passieren würde. Jetzt aber ist das fast normal, was nicht daran liegt, dass meine Awesomeness ins Unermessliche gestiegen ist, sondern daran, dass koreanische Schulmädchen von 16 Jahren generell Anfälle von Schwärmerei bekommen, wenn sie exotische Ausländer live sehen. Trotzdem hin und wieder ganz nett fürs eigene Ego :)

  • Adjektive und Farben

    Es war spät und ich war müde... gestern hat mein neuer Kurs ein paar Adjektive und ein paar Farben gelernt. Zur Festigung haben Sie dann eine Art "Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist..." gespielt. Das können die ganz gut ohne meine Beteiligung, weswegen ich dann immer die Freiheit habe, umherzuwandern, reinzuhören und blöde Kommentare zu machen.

    Jedenfalls kam die Frage: "Was ist das? Es ist breit und blau!"
    Till: "Ich am Wochenende!"

    Zugegebenermaßen nicht gerade nicht ein Brüller, aber nach 4 Einheiten Intensivunterricht ist man am Ende etwas debil.

  • Lag es an den Koreanern?

    Wenn man dieser Nachricht glauben darf, dann hat ein Papagei einen Haufen koreanischer Börsenmakler aber ganz heftig verarscht. Wundern würde es mich nicht ;-)

    Zum Artikel geht es hier

  • Hihi Schadenfreude

    Eine Kollegin von mir ist letztens von einem Fortbildungsseminar in Deutschland zurück nach Südkorea geflogen und hat dort eine sehr witzige Anekdote erlebt.

    Der Koreaner an sich ist, das soll jetzt nicht böse klingen, leicht xenophob. Diese Einstellung ist sicherlich verständlich, wenn man bedenkt, dass Korea nur zwei Nachbarn hat (China und Japan) und diese Nachbarn haben über die Jahrhunderte Korea mehrere Mal angegriffen, erobert und verwüstet. Kein Wunder, dass auch heute im Denken des Koreaners das Ausland eher als Hort allem Übels angesehen wird. Kein Scherz, aber wenn man sich Artikel über die ausländischen Englischlehrer in den Zeitungen anschaut, dann bekommt man den Eindruck, das alles Schlechte und Verwerfliche, wie Drogen, Sex vor der Ehe, Kriminalität, Homosexualität, Rock'n'Roll, Bikinis und anderes Teufelszeug von den Ausländern erfunden und nach Korea eingeschleppt wurde.

    Die letzte teuflische Erfindung der Ausländer ist die Schweinegrippe. Korea ist hingegen das Land der Reinen und Puren, die nicht infiziert sind. Darum wurden zum Beispiel Ende des letzten Semesters alle Ausländer in den Studentenwohnheimen von den Koreanern getrennt - es könnte ja sein, dass einer dieser schmutzigen Ausländer einen Koreaner infiziert. Meine Freundin hatte auch eine koreanische Mitbewohnerin in ihrem Zimmer - und schwupps wurden die getrennt, denn meine Freundin ist ja keine Koreanerin und somit ein potentieller Krankheitsherd. Schließlich hat sie die letzten 11 Monate nur in Korea verbracht, aber man weiß ja nie mit diesen Ausländern... ;-)

    Die Anweisung, Koreaner und Ausländer zu trennen, kam vom Korean Ministry of Science & Technology, das übrigens auch vor dem Gebrauch von Ventilatoren in geschlossenen Räumen warnt, da dies tödliche Folgen haben kann.

    Zurück zum Ausgangspunkt der Geschichte: Meine Kollegin fliegt als von Deutschland zurück nach Korea mit einem Zwischenstopp in Hongkong. Aber schon beim Abflug in Deutschland gibt es Terz. Eine Reihe xenophober koreanischer Omis sitzt mit Mundschutz auf den Plätzen und weigert sich strikt neben Ausländern zu sitzen. Großer Terz im Flieger, die Stewardessen flitzen umher, entschuldigen sich und vertauschen fleißig und munter Sitze, bis es keimfreie und reine und pure Koreanerbänke gibt. Da saßen die xenophober Omis nun und grinsten wohl fröhlich hinter ihrem Mundschutz, was genau bis Hongkong anhielt.

    Der xenophobe Koreaner an sich kann nun aber auch kein Englisch, schließlich ist das sicher auch so eine teuflische Sache, die die Ausländer machen. (Warum sprechen die eigentlich kein Koreanisch, so wie alle guten Menschen?!?!) Aber auf Englisch gab es am Flughafen in Hongkong die Anweisung, das alle Leute, die sich mit der Schweinegrippe infiziert hatten, einen Mundschutz zu tragen haben. Ja, so einen Mundschutz, wie ihn die paranoiden Omis auf hatten. Die wurden alle schön zur ausführlichen Gesundheitsinspektion rausgewunken, während die bösen Ausländer (nun ihrerseits fies grinsend) vorbeizogen und in den nächsten Flieger nach Korea stiegen.

    Mal Klartext: Die jüngere Generation ist dem Ausland gegenüber sehr aufgeschlossen, aber dennoch ist auch bei denen die Wahrnehmung immer noch leicht verzerrt, wenn auch in wesentlich weniger. Als ausländerfeindlich würde ich die Koreaner sicher nicht bezeichnen, sondern wirklich eher als xenophob. Aber das kann man wirklich verstehen: Korea ist nicht wie Deutschland ein Land mit neun Anrainerstaaten und einem regen Austausch, sondern ziemlich isoliert und nur mit zwei Nachbarn gesegnet, mit denen es eine lange Feindschaft verbindet. Man kann ihnen diese Denkweise also wirklich nicht negativ ankreiden. Witzig ist es aber immer wieder :)

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